Rückzugsort Gmund am Tegernsee: Ludwig Erhard mit seiner Frau Luise, Tochter Elisabeth Klotz (links), Stieftochter Lore Böhner (2. von links) und deren Mann Eduard Böhner (rechts) sowie den Enkelinnen Sabine (links) und Susanne.
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Privat

Am 4. Februar 1897 kommt Ludwig Erhard als zweites von vier Kindern des katholischen Wilhelm Philipp Erhard und seiner evangelischen Frau Auguste, geborene Hassold, in Fürth zur Welt. Alle Kinder werden evangelisch getauft. Die Familie Erhard führt ein erfolgreiches Geschäft für Weiß- und Wollwaren, Stoffe und Maßgeschneidertes. In Fürth besucht der junge Ludwig, der von einer Erkrankung an Kinderlähmung einen deformierten rechten Fuß zurückbehalten hat, die Volks- und Realschule. Seine Lehre zum Einzelhandelskaufmann in Nürnberg schließt er 1916 ab. Im gleichen Jahr meldet sich Erhard trotz seiner Behinderung freiwillig zur kämpfenden Truppe. Als Richtkanonier des 22. Kgl. Bayerischen Feldartillerieregiments wird er 1918 bei Ypern in Flandern schwer verwundet. 1919 scheidet er als Unteroffizier und Offiziersaspirant aus dem Militärdienst aus.

Im Dezember 1923 heiratet Ludwig Erhard die vier Jahre ältere Volkswirtin Luise Schuster (1893–1975), geborene Lotter. Die Kriegswitwe bringt eine Tochter, Lore, in die Ehe. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter, Elisabeth.

Feriendomizil und Rückzugsort der Familie ist das Haus in Gmund am Tegernsee. Hier findet Ludwig Erhard seine letzte Ruhe, nachdem er am 5. Mai 1977 an Herzversagen in Bonn stirbt. Nach einem Staatsakt am 11. Mai 1977 im Plenarsaal des Deutschen Bundestages wird er am 12. Mai auf dem Bergfriedhof in Gmund beigesetzt.