Der Bundesminister für Wirtschaft mit seinem Buch "Wohlstand für Alle", 28. Januar 1957
© Doris Adrian/Bundesregierung

1949 – 1963

Der Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard – Vater der Sozialen Marktwirtschaft

Ludwig Erhard, der Mann mit der Zigarre, gilt als „Vater des deutschen Wirtschaftswunders“. Insgesamt 28 Jahre – von 1949 bis 1977 – sitzt er für die CDU im Deutschen Bundestag.

Als Wirtschaftsminister in Adenauers Kabinett prägt er über dreieinhalb Wahlperioden hinweg (1949 – 1963) den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands. Das geht nicht ohne harte Auseinandersetzungen mit Konrad Adenauer, der Erhard immer wieder auch öffentlich kritisiert. Erbitterter Streitpunkt ist die Einführung einer umlagefinanzierten, dynamischen Rente, die Adenauer 1957 trotz der Warnungen seines Wirtschaftsministers und des Finanzministers Fritz Schäffer (CSU) durchsetzt. Dennoch bleibt Erhard Bundeswirtschaftsminister und wird 1957 von Adenauer sogar zum Vizekanzler ernannt. Seinen Vorschlag, als Nachfolger von Theodor Heuss 1959 Bundespräsident zu werden, weist Erhard jedoch zurück.

In seine Zeit als Bundeswirtschaftsminister fallen auch bekannte Publikationen Erhards wie das Buch „Deutschlands Rückkehr zum Weltmarkt“ (1953), die programmatische Schrift „Wohlstand für alle“ (1957) sowie das Buch „Deutsche Wirtschaftspolitik“ (1962).