Ludwig Erhard 1949 in seinem Arbeitszimmer
© Walter Sanders/The LIFE Picture Collection/Getty Images

1919 – 1944

Der Wissenschaftler Ludwig Erhard – die theoretische Basis

Von 1919 bis 1922 studiert Ludwig Erhard an der Handelshochschule Nürnberg; er beendet das Studium mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann. Er hängt ein Studium der Betriebswirtschaft, Nationalökonomie und Soziologie an der Universität Frankfurt am Main an und promoviert im Dezember 1925 bei Franz Oppenheimer über „Wesen und Inhalt der Werteinheit“ zum Dr. rer. pol.

Von 1925 bis 1928 arbeitet er zunächst als Geschäftsführer im elterlichen Betrieb, bevor er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware an der Handelshochschule in Nürnberg wird. Dort organisiert Erhard 1935 das erste Marketing-Seminar Deutschlands. Er bleibt bis 1942 an der Hochschule, später in der Funktion als stellvertretender Leiter des Instituts.

Mit dem „Institut für Industrieforschung“ gründet er 1942 ein eigenes Institut für Konsumforschung. Im Auftrag der Reichsgruppe Industrie beschäftigt er sich trotz entsprechendem Verbot Hitlers mit der ökonomischen Nachkriegsplanung. 1944 stellt er seine Denkschrift „Kriegsfinanzierung und Schuldenkonsolidierung“ fertig. Inhalt sind Überlegungen zum Neuaufbau der Wirtschaft nach dem Krieg.