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Veranstalt­ungen

Verleihung des Fürther Ludwig-Erhard-Preises 2025

Am 2. Oktober 2025 hat der Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth e. V. zum 22. Mal den Fürther Ludwig-Erhard-Preis an Nachwuchswissenschaftler verliehen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an Dr. Stefan Weik, Professor für private Kapitalmärkte an der Universität St. Gallen. Weik hatte die Jury mit seiner Dissertation „Aufsätze zu Finance und Entrepreneurship in einer globalen Venture Capital Landschaft“ überzeugt. Festrednerin im Fürther Stadttheater war Dr. Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Warum kommen fast alle der wertvollsten Unternehmen der Welt aus den USA und keines davon aus Europa? Und ist es tatsächlich so, dass auch noch die besten europäischen Start-Ups, wie viele behaupten, in die USA abwandern? Zwei der zentralen Fragen, die Dr. Stefan Weik in seiner Doktorarbeit erforscht hat. 

In ihrer Festrede hatte Bundesministerin Dr. Dorothee Bär zuvor für einen „psychologischen Schub à la Ludwig Erhard“ geworben. Nach zwei Jahren Rezession in der Bundesrepublik und einem Europa, das wieder seine Freiheit verteidigen müsse, befinde man sich natürlich in keiner mit mit der Nachkriegszeit vergleichbaren Situation, als Erhard zum Vater des Wirtschaftswunders wurde. Doch wie damals „können wir unser Leben selbst in die Hand nehmen“, so Bär, „wir haben das Zeug dazu, Optimismus zu entfachen.“

Neben dem diesjährigen Preisträger Dr. Stefan Weik, hatte die Jury Dr. Mirjam Streeb und Dr. Sascha Julian Oks nominiert. Für ihre Forschungen - „Zum Verständnis der Bedeutung, Dynamik und Ambivalenz unternehmerischer Leidenschaft“ beziehungsweise „Industrielle cyber-physische Systeme: Industrie 4.0 von der Vision zur Anwendung“) - erhielten beide jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.

Der Ludwig-Erhard-Preis wird seit 2003 als Anerkennung an frisch promovierte Wissenschaftler verliehen, die in ihren Arbeiten Praxisnähe und Realisierbarkeit sowie einen bedeutenden Nutzen für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in den Fokus rücken. Mit 21 Frauen und Männern haben sich in diesen Jahr so viele Forschende wie nie zuvor um den Preis beworben – einige davon aus dem Ausland, etwa von den Universitäten Cambridge, Wien und Bern. Man sei stolz, den Ludwig-Erhard-Preis und die dahinter stehenden Gedanken somit über Bayern hinaus bekannter gemacht zu haben, freute sich der Betreuer des Preises beim Initiativkreis, Professor Dr. Stefan Hähnel (ganz li.).

Bundesministerin Dorothee Bär besucht das Ludwig Erhard Zentrum

Im Rahmen der diesjährigen Fürther Ludwig-Erhard-Preisverleihung in Fürth nutzte Dr. Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt ihren Aufenthalt, um das Ludwig-Erhard-Zentrum zu besuchen.

Evi Kurz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, führte sie durch die Sonderausstellung “HENRY - World Influencer No. 1. Die Geschichte der Familie Kissinger aus Fürth”.

Die Sonderausstellung erinnert an den in Fürth geborenen, ehemaligen Außenminister und Friedensnobelpreisträger.

Vortragsveranstaltung mit Politologin Prof. Ursula Münch

„Demokratie unter Druck. Herausforderung und Schutz des demokratischen Verfassungsstaates in Zeiten digitaler Zuspitzung und Manipulation“: Zu diesem Thema lud das Ludwig Erhard Zentrum am 11. September 2025 zu einem Vortragsabend mit Prof. Dr. Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin und Direktorin der Akademie für Politische Bildung. 

Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Vortrages.

Auf Einladung des Vorstands der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus sprach Prof. Dr. Ursula Münch (l.) in ihrem Abendvortrag über Ursachen und Auswirkungen des zurückgehenden Vertrauens der Bevölkerung in die tradierten politischen Parteien sowie in Politik und Medien im Allgemeinen. Rechts im Bild: Evi Kurz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus.

Die Referentin zeigte in ihrem Vortrag die Gefahren populistischer Zuspitzung auf und verwies gleichzeitig auf die Bedeutung starker demokratischer Institutionen.

Prof. Dr. Ursula Münch regte zum Nachdenken und zum Schmunzeln an, hier im Gespräch mit Dr. Thomas Gößl, Präsident des Landesamts für Statistik. 

Evi Kurz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, begrüßte an dem Abend über 130 Gäste im Ludwig Erhard Zentrum, unter anderem Adolf Blöchl, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Der Vortragsabend bot beim anschließenden Get-together Gelegenheit für Austausch und persönliche Gespräche.

Der Vortragsabend bot beim anschließenden Get-together Gelegenheit für Austausch und persönliche Gespräche. Hier Dr. Günther Niethammer, Vorstand der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, mit Gattin Bärbel.

Der Vortragsabend bot beim anschließenden Get-together Gelegenheit für Austausch und persönliche Gespräche.

Der Vortragsabend bot beim anschließenden Get-together Gelegenheit für Austausch und persönliche Gespräche.

Der Vortragsabend bot beim anschließenden Get-together Gelegenheit für Austausch und persönliche Gespräche.

Foyerausstellung zu Luise Erhard

Wer war Luise Erhard? Die meisten kennen ihren Ehemann, Ludwig Erhard, als ersten Bundeswirtschaftsminister und zweiten Kanzler der jungen Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg. Er gilt als Vater der Sozialen Marktwirtschaft und des deutschen Wirtschaftswunders. Doch Luise Erhard war weit mehr als nur die Frau an seiner Seite. Das LEZ zeigt anlässlich ihres 50. Todestages eine Foyerausstellung. 

Mit vielen Fotos, historischen Dokumenten und einzigartigen Objekten aus Luises Besitz begibt sich die Ausstellung auf Spurensuche nach einer bemerkenswerten Frau, die Politik, Gesellschaft und Familie mit Scharfsinn und Haltung verband. Sie erzählt von einem Leben zwischen Zurückhaltung und Einfluss, zwischen Verwirklichung und gesellschaftlicher Rolle.

Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus und LEZ-Leiterin Evi Kurz begrüßte die Gäste bei der Eröffnung am 1.Juli: „Zu ihrem 50. Todestag wollen wir an Luise Erhard erinnern und sie ein Stück weit aus dem Schatten der Geschichte holen."

Irina Hahn, Leiterin der Museumspädagogik am LEZ, lud die Besucher ein, sich mit einer Frauenbiografie zu beschäftigen, die beispielhaft für viele weibliche Lebenswege im 20. Jahrhundert steht. “Einen Schwerpunkt legen wir nicht nur auf ihre Zeit in Bonn als Ehefrau des ersten Wirtschaftsministers und zweiten Kanzlers der Bundesrepublik, sondern auch auf ihre frühen Jahre in Fürth, Langenzenn und Nürnberg”, so Hahn.

Elisabeth Leutheusser-von Quistorp, die ehemalige Hausdame im Kanzlerbungalow und Vertraute der Familie Erhard, zeichnete an dem Abend in einem Gespräch mit LEZ-Leiterin Evi Kurz ihr persönliches Bild von Luise Erhard und hatte einige Anekdoten und einen persönlichen Brief von Luise Erhard im Gepäck.

Die Schau “Luise Erhard – mehr als nur Kanzlergattin” kann bis 14. September im Foyer des LEZ besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Besuch von Bundespräsident a. D. Joachim Gauck im Ludwig Erhard Zentrum

Am Tag nach seiner Lesung nahm sich Joachim Gauck noch viel Zeit, um die Ausstellungen im Ludwig Erhard Zentrum zusammen mit Evi Kurz und dem wissenschaftlichen Kurator des LEZ, Prof. Daniel Koerfer, anzuschauen. Die folgenden Bilder geben einen Eindruck seines Besuches.

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck als leidenschaftlicher Kämpfer für Freiheit und Demokratie

Am 3. April 2025 war Bundespräsident a.D. Joachim Gauck zu Gast im Ludwig Erhard Zentrum (LEZ), wo er mit einem eindrucksvollen Vortrag begeisterte. Im Fokus stand die aktualisierte Ausgabe seines Bestsellers „Erschütterungen", in dem er sich mit den Bedrohungen unserer Demokratie auseinandersetzt.

Im bis auf den letzten Platz besetzen großen Veranstaltungssaal des LEZ sprach Gauck mit großer Eindringlichkeit über das Erstarken populistischer Bewegungen von rechts wie von links  – sowohl in Deutschland als auch international – sowie über den Krieg in der Ukraine als Ausdruck russischer Aggression. Seine Ausführungen machten deutlich, wie verletzlich unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ist – bedroht von äußeren wie inneren Kräften.

Dass wir unsere Werte und Errungenschaften verteidigen müssen, ist für den Altbundespräsidenten alternativlos. Putins Brutalität gelte es mit aller Entschlossenheit zu begegnen, denn „die Ukraine kämpft auch für uns". In einer Nation, „die sympathisch lächelt, aber keine Waffen liefert und sich nicht bewaffnet, werden wir möglicherweise die letzte Generation" unserer Art sein, mahnt Gauck. Seine Forderung: „Eine offene und liberale Gesellschaft und entschlossenes Regieren schließen sich nicht aus." 

Evi Kurz, LEZ-Leitung und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, verwies in ihrer Begrüßung auf Gaucks Biografie und sein besonderes Verhältnis zur Demokratie, die für ihn keine Selbstverständlichkeit, sondern ein hartumkämpftes Gut war: „Sicher bedurfte es auch Ihrer besonderen Weisheit und Klugheit und Ihrer ganz persönlichen Lebenserfahrung und damit Ihrer Seismografen, um schon seit Jahren richtig einzuschätzen, was da alles auf uns zurollt…“ 

Geboren 1940 in Rostock, wuchs Joachim Gauck in der DDR unter der autoritären Herrschaft des SED-Regimes auf. Nachdem sein Vater für vier Jahre als „Spion“ in einen sowjetischen Gulag gesperrt wurde, entwickelte der junge Joachim Gauck eine ausgeprägte antikommunistische Haltung. Als evangelischer Pfarrer wurde Joachim Gauck Mit-Initiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstands gegen die SED-Diktatur und direkt nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Stasi-Unterlagen. 

In einer Zeit multipler Krisen, in der die Verunsicherung so groß ist wie niemals zu vor, appellierte der „Freiheitskämpfer, Aufklärer, Mahner und Versöhner“, wie Evi Kurz Joachim Gauck in ihrer Rede nannte, dennoch zu Freude und Dankbarkeit. In seinem Vortrag zeigte er Wege auf, wie die liberalen Errungenschaften unserer Gesellschaft auch künftig bewahrt werden können.

Einen symbolischen Osterkorb der Demokratie präsentierte Gauck dem Publikum am Schluss: Hinein muss alles, was das freiheitliche Gerüst dieser Bundesrepublik ausmacht und von uns oft gar nicht mehr richtig wertgeschätzt wird: freie gleiche und geheime Wahlen, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, freie Medien, ein Land, in dem Bedürftige nicht unter Brücken schlafen müssen, ein Land ohne kriegslüsterne Militärs, ein Land mit einem unabhängigen Rechtssystem, das imstande ist, Politiker zu zähmen und auch das Recht, das eigene Land verlassen zu können. 

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck entließ seine Zuhörer im Ludwig Erhard Zentrum nach minutenlangem Applaus gleichermaßen begeistert wie nachdenklich in den Abend und die Nacht.

Daniela Schadt, Lebenspartnerin von Joachim Gauck, erhält einen Blumenstrauß von Dr. Günther Niethammer, Vorstand der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus.

Viele Zuhörerinnen und Zuhörer nutzen die Gelegenheit, sich im Anschluss ein Exemplar von Joachim Gaucks Werk signieren zu lassen. 

Nicht nur ein Buch, sondern viele wertvolle Gedanken und Anregungen können die Gäste, v. l. Dr. Christian Bühler, Vorsitzender des IHG-Gremiums Fürth, Tobias Winkler, MdB und Paul Heinz Bruder (Bruder Spielwaren) mit nach Hause nehmen.

Conny Ampferl, Bärbel Niethammer und Benita von Schimmelmann (v. l.) blicken auf einen spannenden Abend im LEZ zurück.

Joachim Gauck, Evi Kurz, Daniela Schadt und Peter Kurz freuen sich über eine gelungene Veranstaltung.

Sammlungstag

Nicht nur faszinierende Objekte bestaunen, sondern auch eigene Schätze mitbringen konnten die Besucherinnen und Besucher am 22. März 2025. Im Rahmen eines Sammlungstages bot das Ludwig Erhard Zentrum neben der Möglichkeit, persönliche Fundstücke begutachten zu lassen, auch besondere Führungen an.

Elisabeth Leutheusser-von Quistorp, Vertraute Ludwig Erhards und ehemalige Hausdame im Bonner Kanzlerbungalow, erzählte spannende Anekdoten zu außergewöhnlichen Objekten in unserer Ausstellung und gab persönliche Einblicke.

Exponate aus dem Nachlass von Ludwig Erhard und Fundstücke aus unserem Depot ermöglichten einen seltenen Einblick hinter die Kulissen unserer außergewöhnlichen Sammlung.

Ludwig-Erhard-Gespräch: Vor der Wahl – die vorgezogene Bundestagswahl

Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus und Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreises Fürth e.V., Evi Kurz (rechts), lud am 11. Februar 2025 zu einem Ludwig-Erhard-Gespräch. Einen Blick hinter die Kulissen der Wahlorganisation in Bayern gab Dr. Thomas Gößl, Landeswahlleiter des Freistaats Bayern.

Dr. Thomas Gößl, Landeswahlleiter des Freistaats Bayern, sprach über die vielfältigen Aufgaben bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahl, ließ aber keinen Zweifel daran, dass die Wahlleiter, die Wahlausschüsse und die Gemeinden die Wahl ordnungsgemäß und sicher durchführen können.

Anja Miller, seit Oktober letzten Jahres Leiterin von BR Franken, brachte im Gespräch mit Dr. Gößl die aktuellen Themen bei der vorgezogenen Bundestagswahl am Sonntag, den 23. Februar 2025. Das reichte von den Herausforderungen der kurzen Frist für die Briefwahl, auch für Deutsche im Ausland, über Vor- und Nachteile eines kürzeren Wahlkampfs bis zur Rolle sozialer Medien bei dieser Wahl. 

Frau Miller moderierte die lebhafte Diskussion mit Beiträgen und Fragen der Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft, die von eigenen Erfahrungen im Wahlvorstand bis zum Einsatz sozialer Medien in der Politik reichten, von der Wahlrechtsreform 2023 bis zur Wahlprüfung.

Die Herausforderungen einer Bundestagswahl mitten im Fasching beleuchtete der Landeswahlleiter, während Anja Miller einen kurzen Blick hinter die Kulissen der „Fastnacht in Franken“ zwei Tage vorher gab.

Weitere Informationen zu den Wahlen bieten der WhatsApp-Kanal des Landeswahlleiters sowie weitere Internetangebote des Landeswahlleiters und der Bundeswahlleiterin.

Dr. Günther Niethammer, Vorstand der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, verabschiedete die Gäste.