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Veranstalt­ungen

Foyerausstellung "Mit der Kamera im 1. Weltkrieg. Das Fotoalbum des Wilhelm Hecht"

Ein junger Fürther Soldat, eine mitgeführte Kamera und 279 Fotografien, die einen ganz persönlichen Blick auf den Ersten Weltkrieg werfen: Ein privates Erinnerungsalbum ist das Herzstück der neuen Foyerausstellung im Ludwig Erhard Zentrum. Es gibt sehr persönliche und bewegende Einblicke in das Leben und den Alltag junger Soldaten im Ersten Weltkrieg, darunter Max, der Bruder von Ludwig Erhard. Am 13. Oktober wurde sie eröffnet und ist für die Öffentlichkeit zu sehen.

LEZ-Leiterin Evi Kurz begrüßte die Gäste zur Ausstellungseröffnung.

Kurator Dr. Michael Henker, Landeskurator i.R., führte die Gäste in die Ausstellung ein und zeichnete die Geschichte Wilhelm Hechts nach. 

Margot Hecht (2.v.r.) entdeckte im Fotoalbum ihres Schwiegervaters das Bild von „Lt. Erhard“. Mit Hilfe von Gerhard Frey (l.) fand sie heraus, dass es Max Erhard war, der ältere Bruder des späteren Bundeskanzlers Ludwig Erhard, dem er verblüffend ähnlich sah. Die bislang unbekannten Aufnahmen erzählen von vergangenen Zeiten, erinnern an die im Krieg gefallenen Kameraden und schließen eine Lücke in der Familiengeschichte der Erhards. LEZ-Leiterin Evi Kurz (2.v.l.) und Kurator Dr. Michael Henker (r.) freuen sich, dass das Erinnerungsalbum Herzstück der aktuellen Foyerausstellung ist.

Einblick in die derzeitige Foyerausstellung “Mit der Kamera im Ersten Weltkrieg. Das Fotoalbum des Wilhelm Hecht”

Einblick in die derzeitige Foyerausstellung “Mit der Kamera im Ersten Weltkrieg. Das Fotoalbum des Wilhelm Hecht”

Einblick in die derzeitige Foyerausstellung “Mit der Kamera im Ersten Weltkrieg. Das Fotoalbum des Wilhelm Hecht”

Einblick in die derzeitige Foyerausstellung “Mit der Kamera im Ersten Weltkrieg. Das Fotoalbum des Wilhelm Hecht”

Internationaler Nachwuchs zur "Summer School" im LEZ

Fünf Tage lang trafen 24 Teilnehmer aus 20 Ländern zur "Internationalen Summer School zur Sozialen Marktwirtschaft" in München und Fürth. Die Teilnehmer stammen aus Lateinamerika, Afrika und Asien sowie dem Nahen Osten. Die Summer School wird vom Lateinamerikareferat des Instituts für internationale Zusammenarbeit (IIZ), der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Erhard Zentrum (LEZ) in Fürth und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg organisiert und bietet eine Plattform für den internationalen Dialog über die Grundsätze und aktuellen Herausforderungen der sozialen Marktwirtschaft.

Verleihung des Fürther Ludwig-Erhard-Preises 2026

Vor über 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat der Ludwig-Erhard-Initiativkreis zum 23. Mal den Fürther Ludwig-Erhard-Preis vergeben. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an Dr. Robert Maximilian Rühl. Der Preisträger hatte die Jury mit seiner Dissertation „Neue Wege der Rentenversicherung – Möglichkeiten und Perspektiven einer demographiefesteren Altersvorsorge“ überzeugt. Als Festredner war Professor Dr. Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Weltwirtschaft (WIFO) in die Fürther Stadthalle gekommen.

V.l.n.r.: Joachim Herrmann, Staatsminister des Innern, für Sport und Intregration, Festredner Prof. Dr. Gabriel Felbermayr vom “Rat der Wirtschaftsweisen”, Gastgeberin Evi Kurz, Markus Braun, 2. Bürgermeister der Stadt Fürth

Joachim Herrmann, Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, sprach ein Grußwort anlässlich der Verleihung des Fürther Ludwig-Erhard-Preises.

Der aus Wien angereiste Professor Dr. Gabriel Felbermayr verglich in seiner Festrede Ludwig Erhard mit dessen Zeitgenossen, den österreichischen Ökonom und Sozialphilosophen Friedrich August von Hayek (1899-1992), in ihren Studien und in ihrem Wirken. Vor allem ging Felbermayr, seit diesem Jahr Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dem sogenannten „Rat der Wirschaftsweisen“, darauf ein, wie Hayek und Erhard die derzeitigen globalen Handelsverwerfungen bewerten würden.

Preisbetreuer Prof. Stefan Hähnel stellte die diesjährigen Nominierten vor.

Zahlreiche Gäste verfolgten die diesjährige Preisverleihung in der Stadthalle Fürth. 

Auf dem Podium diskutieren die Nominierten mit Preisbetreuer Prof. Stefan Hähnel (l.) und Festredner Prof. Gabriel Felbermayr (r.) die Ansätze und Chancen ihrer Promotionsarbeiten. 

Der diesjährige Preisträger des Fürther Ludwig-Erhard-Preises, Dr. Robert Maximilian Rühl (M.), im Podiumsgespräch.

In diesem Jahr übergab Prof. Dr. Gabriel Felbermayr (r., im Bild mit den Nominierten), Mitglied im “Rat der Wirtschaftsweisen” den Fürther Ludwig-Erhard-Preis. 

Auch LEZ-Leiterin und Gastgeberin Evi Kurz zeichnete die Nominierten aus und überreichte Geschenke. 

Den Fürther Ludwig-Erhard-Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, nahm dieses Jahr Dr. Robert Maximilian Rühl entgegen. Die Auszeichnung ist als Anerkennung für praxisnahe wissenschaftliche Leistungen konzipiert und soll den Dialog zwischen Universitäten und Anwendern von wissenschaftlichen Ergebnissen fördern. 

Eine Ludwig-Erhard-Figur des Künstlers Ottmar Hörl überreichte Evi Kurz, Stiftungsvorsitzende Ludwig-Erhard-Haus und Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth e.V., als Dankeschön dem Festredner Prof. Gabriel Felbermayr.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen die Nominierten, Dr. Jonas Stehl (2.v.l.) und Dr. Robert Messerle (3.v.l.), Preisträger Dr. Robert Maximilian Rühl (2.v.r.) sowie Preisbetreuer Prof. Stefan Hähnel (l.) und Gastgeberin Evi Kurz (r.).

V.l.n.r.: Preisträger Dr. Robert Maximilian Rühl, die beiden Nominierten, Dr. Jonas Stehl und Dr. Robert Messerle, mit Preisbetreuer Prof. Stefan Hähnel

V.l.n.r.: Dr. Wilhelm Polster, Vorsitzender der Manfred Roth Stiftung, Evi Kurz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus und Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreises Fürth e.V., Paul Böhm, Sponsor der Veranstaltung

Festredner Prof. Dr. Gabriel Felbermayr (l.) und Markus Braun, 2. Bürgermeister der Stadt Fürth

Renommierter Wirtschaftshistoriker und Professor für internationale Politik Harold James beim Ludwig-Erhard-Gespräch

Die Welt befindet sich in einem tiefgreifenden geopolitischen Umbruch – aber ist sie deshalb mit den 1930er-Jahren, dem Kalten Krieg oder dem Vorabend des Ersten Weltkriegs vergleichbar? Dieser Frage ging der international renommierte Wirtschaftshistoriker und Professor für Internationale Politik Harold James beim jüngsten Ludwig-Erhard-Gespräch nach. Vor großem Publikum aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Bildung zeigte der international gefragte Professor, warum simple historische Analogien irreführen – und worin die eigentlichen Chancen für Deutschland und Europa liegen.

Die LEZ-Leiterin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, Evi Kurz, begrüßte die Gäste: „Gerade in Zeiten großer Verunsicherung ist es unsere Aufgabe als Ludwig Erhard Zentrum, Orientierung zu geben und Mut zu machen – im Sinne Ludwig Erhards, der Freiheit stets als Verpflichtung zu Verantwortung verstanden hat."

In seinem Vortrag warnte James eindringlich davor, die Gegenwart vorschnell mit früheren Krisenzeiten gleichzusetzen. Zwar präge die Welt heute tatsächlich eine historische Zeitenwende, geprägt von Kriegen, wirtschaftlichen Rivalitäten und geopolitischen Machtverschiebungen. Doch Geschichte wiederhole sich nicht – sie könne lediglich Orientierung geben.

In der anschließenden Gesprächsrunde mit dem Wirtschaftsjournalisten Patrick Bernau (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) vertiefte James seine Thesen und betonte, dass Europa über die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen verfüge, die anstehenden Transformationen aktiv mitzugestalten – vorausgesetzt, Politik und Gesellschaft besinnen sich auf diese Stärken.

Der Bogen zu Ludwig Erhard, dem Begründer der Sozialen Marktwirtschaft, wurde im Gespräch immer wieder sichtbar: Erhards Vertrauen in wirtschaftliche Freiheit, Wettbewerb und Eigenverantwortung, gepaart mit dem Mut zu weitreichenden Reformen, diente als historischer Bezugspunkt für die Frage, wie Deutschland und Europa auch die heutigen Umbrüche in Stärke verwandeln können.

Die LEZ-Leiterin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, Evi Kurz, dankte Harold James für einen Abend, der historische Tiefenschärfe mit konkreten Perspektiven für die Gegenwart verband.

Buchgeschenke zum Abschluss des Ludwig-Erhard-Gesprächs: Gastgeberin und LEZ-Leiterin Evi Kurz mit Prof. Harold James (2.v.l.) sowie Stiftungsvorstand Dr. Günther Niethammer (2.v.r.) mit Moderator Patrick Bernau (r.).

Zum Abschluss der Veranstaltung versammelten sich Gastgeberin Evi Kurz, Prof. Otmar Issing, ehemaliges Direktoriumsmitglied und Chefökonom von Deutscher Bundesband und EZB (l.), Referent Prof. Harold James (Mitte), Moderator Patrick Bernau von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (2.v.r.) und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Bruno Frey zum gemeinsamen Gruppenfoto.

V.l.n.r.: Dr. Marzenna James, Dozentin für öffentliche und internationale Angelegenheiten an der Princeton University, Prof. Margit Osterloh, Universität Zürich, Prof. Harold James, Evi Kurz, Prof. Bruno Frey

V.l.n.r.: Evi Kurz, Prof. Harold James, Patrick Bernau

V.l.n.r.: Prof. Otmar Issing, Prof. Harold James, Prof. Bruno Frey

Christian Schmidt, Bundesminister a.D. und Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, mit Gattin Dr. Ria Schmidt (l.) und LEZ-Leiterin Evi Kurz (Mitte)

V.l.n.r.: Dr. Marzenna James, Prof. Harold James, Evi Kurz

Reger Austausch mit Harold James (Mitte) beim Get-together: Regionalbischof a.D. Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche (l.) und Gattin Elisabeth Hann von Weyhern, Nürnberger Regionalbischöfin (2.v.l.)

Prof. Bruno Frey

Prof. Otmar Issing

Georg Höfler, Geschäftsführer/CFO bei UVEX WINTER Holding GmbH & Co. KG.

Bestseller-Autor Harald Jähner liest im LEZ aus "Wunderland"

Der Autor und Publizist Harald Jähner war am 21. Mai zu Gast im Ludwig Erhard Zentrum in Fürth und las aus seinem neuen Buch „Wunderland. Die Gründerzeit der Bundesrepublik 1955 – 1967“. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, einen der profiliertesten Erzähler deutscher Zeitgeschichte live zu erleben und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Im Anschluss an die Lesung fand ein Gespräch mit Harald Jähner statt. Moderiert wurde es von Alexander Jungkunz, Chefpublizist der Nürnberger Nachrichten.

Harald Jähner war langjähriger Feuilletonchef der Berliner Zeitung und lehrte Kulturjournalismus in Berlin. Sein Bestseller „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945–1955“ wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet und international beachtet.

In seinem neuen Buch erzählt Jähner von der prägenden Phase der Bundesrepublik zwischen 1955 und 1967 – einer Zeit des rasanten Aufbruchs, des Konsumrauschs und tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche. Zwischen Rock ’n’ Roll, Fernsehen und veränderten Lebensentwürfen stellt sich die Frage nach Identität und Freiheit neu. Mit erzählerischer Kraft zeichnet Harald Jähner ein fulminantes Porträt der jungen Republik – lebendig, überraschend und voller zeitgeschichtlicher Details.

Im Rahmen seines Besuchs führte LEZ-Leiterin Evi Kurz Harald Jähner durch die Dauerausstellung des Ludwig Erhard Zentrums. Vor dem Schaufenster erklärte sie dabei den sogenannten „Lichtschaltereffekt“, der die Marktreaktionen der Wirtschafts- und Währungsreform veranschaulicht.

Auch das „Wirtschaftswunderland“ der Dauerausstellung besuchte Jähner. Die Isetta steht dabei als Kultobjekt der 1950er-Jahre symbolisch für den wirtschaftlichen Aufschwung, die beginnende Massenmotorisierung und den neuen Optimismus der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft.

Weimarer Lehren für unsere Demokratie: Ludwig-Erhard-Gespräch mit Prof. Andreas Wirsching

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über den Zustand der Demokratie hat Prof. Dr. Andreas Wirsching am 24. März im Ludwig Erhard Zentrum (LEZ) eindringlich für eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Weimarer Republik geworben. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ludwig-Erhard-Gespräche“ hielt der renommierte Historiker und Direktor emeritus des Instituts für Zeitgeschichte München den Vortrag „Weimar! Leistungen, Gefahren und Lehren der ersten deutschen Demokratie“.

Evi Kurz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, und ihr Vorstandskollege Dr. Günther Niethammer (li.) begrüßten Prof. Andreas Wirsching (2.v.re.), Direktor emeritus am Institut für Zeitgeschichte München im Ludwig Erhard Zentrum. Alexander Jungkunz (re.), Chefpublizist der Nürnberger Nachrichten, moderierte das Gespräch nach dem Vortrag. 

Zum Auftakt begrüßte Evi Kurz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus und Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth e. V., die Gäste und verwies auf die Aktualität des Themas. Der Begriff „Weimarer Verhältnisse“ sei derzeit in aller Munde – verbunden mit der Frage, ob auch heute Anlass zur Sorge um die Stabilität unserer Demokratie bestehe.

Nach dem Vortrag moderierte Alexander Jungkunz, Chefpublizist der Nürnberger Nachrichten, moderierte das Gespräch mit Prof. Wirsching. Auch die Zuschauer hatten die Gelegenheit Fragen zu stellen.

Der renommierte Historiker und Direktor emeritus des Instituts für Zeitgeschichte München, Prof. Andreas Wirsching, beschrieb die Weimarer Republik als ein historisches Paradox: Einerseits würdige die Forschung zunehmend ihre beachtlichen Leistungen, andererseits stehe ihr Scheitern weiterhin im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung.

Im anschließenden Gespräch mit dem Moderator Alexander Jungkunz (Nürnberger Nachrichten) sowie in der Diskussion mit dem Publikum wurden Aspekte weiter vertieft – unter anderem mit Blick auf die Rolle der Medien und die wirtschaftliche Lage als Einflussfaktoren politischer Stabilität.

Evi Kurz und Dr. Günther Niethammer von der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus bedankten sich bei Prof. Andreas Wirsching und Alexander Jungkunz.

Das anschließende Get-together im Foyer des Ludwig Erhard Zentrums nutzten die rund 120 Gäste für Gespräche und angeregte Diskussionen.

Geladen war auch Stephan Zänker (re.), Geschäftsführer des Weimarer Republik e. V. und Leiter des Hauses der Weimarer Republik. 

Das Ludwig Erhard Zentrum zeigt in seinem Foyer noch bis zum 12. April eine Wanderausstellung über die Weimarer Republik des Vereins Weimarer Republik e.V.